Innerhalb der Friedensbewegung tut sich wieder etwas. Das ist gut. Vielseitige Initiativen sollten den bundesdeutschen Staat dabei behindern, weltweit Kriege zu führen und ihn andersherum daran
erinnern, dass Deutschland mit seinem Reichtum in der Lage wäre mit der Bekämpfung wirtschaftlicher Not einen wesentlichen Kriegsgrund zu beseitigen.
Allerdings... Die Soldaten in Afghanistan sind dort juristisch freiwillig.
Die Wehrpflicht ist innerhalb eines umfassenden Systems - zu dem auch die "Ersatzdienst" Leistenden gehören - nur ein Stück einer Kriegsmaschinerie.
Die Frage ist die der Alternative. Hieße die "überhaupt keine Armee" fände der Gedanke meine bedingungslose
Zustimmung. Eine Söldnerarmee verfestigt ihren volksfeindlichen
Kasten-(/Korps-)Charakter noch wesentlich mehr. Sie näherte sich einer staatlich finanzierten Blackwater-Truppe mit durchschnittlich höherer Bereitschaft zu faschistoiden Verbrechen.
Trotzdem: Die Diskussion um "Wehrpflicht" eignet sich als Einstieg zur Frage: Wozu brauchen wir eine solche Menschenverheizungseinrichtung überhaupt. Das sollte man diesem Schwiegersohnsgesicht zu
Bösenberg entgegen halten. Entsprechend seiner erlesenen Schulbildung will er nun bis 2014 daran herumrechnen, in welchem Jahrtausend ein Rückzug einzelner Soldaten aus Afghanistan über den
natürlichen Verschleiß hinaus möglich erscheint...
Nach Untersuchungen der Zentralstelle für Recht und Schutz der
Kriegsdienstverweigerer ist eine deutliche Mehrheit (61,6 %) der
Abgeordneten des Deutschen Bundestages für den Ausstieg aus der
Wehrpflicht. In der Koalitionsvereinbarung hat sich dieses leider nur in
einer Verkürzung der Wehrpflichtzeit nieder geschlagen. Mit der Änderung
der entsprechenden Gesetze werden im paralmentarischen Verfahren
Diskussionen nicht nur um die Dauer sondern auch um andere Punkte der
Wehrpflicht geführt.
Mit einer Petition an die Abgeordneten des Bundestages soll die
Diskussion unterstützt und unseren Forderungen Nachdruck verliehen:
Der Bundestag wird aufgefordert, die Wehrpflicht auszusetzen und
stattdessen Freiwilligendienste stärker zu fördern!
Petition direkt unterzeichnen:
https://www.frieden-mitmachen.de/25/petition:_wehrpflicht_aussetzen,_freiwilligendienste_foerdern/
Und darum geht es genau:
Der Bundestag wird aufgefordert, die Wehrpflicht auszusetzen und
stattdessen Freiwilligendienste stärker zu fördern!
Seit nunmehr über 50 Jahren hält die Bundesrepublik Deutschland an der
Wehrpflicht fest, als wäre sie fester Bestandteil des gesellschaftlichen
Lebens. Dabei muss die Wehrpflicht sehr wohl hinterfragt werden.
Verfassungsrechtlich geschützte Freiheitsrechte werden zugunsten der
Wehrpflicht eingeschränkt. Dies führt mitunter zu desolaten
Verhältnissen bei der Arbeitsplatzsuche. Immer wieder werden Fälle
bekannt, in denen die Wehrpflicht Arbeitsplatzperspektiven zunichte
macht. Und warum dies alles? Es herrscht Einigkeit, dass Angriffe auf
Deutschland mehr als unwahrscheinlich sind. An der Wehrpflicht wird
trotzdem festgehalten; vielleicht aus Angst eine althergebrachte
"Tradition" zu verlieren. Die Wehrpflicht ist eine längst überkommene
Wehrform, die mit einer modernen Streitkraft nichts gemein hat.
Schluss mit der Wehrpflicht!
Jedes Jahr leisten etwa 60.000 junge Männer ihren Wehrdienst; 80.000
erfüllen ihre Wehrpflicht hingegen durch den Zivildienst. Eigentlich
müsste der Wehrdienst die Regel sein und der Zivildienst die Ausnahme.
Inzwischen ergibt sich ein anderes Verhältnis: Der Zivildienst ist die
Regel und der Wehrdienst die Ausnahme. 15% eines Jahrgangs leisten
Wehrdienst, 19% leisten als KDVler einen Ersatzdienst und annähernd die
Hälfte wird ausgemustert. Der Anteil der Grundwehrdienstleistenden in
der Bundeswehr liegt gerade einmal bei 15%. Eine "Wehrpflicht"-Armee
sind wir also schon lange nicht mehr!
Die Wehrpflicht ist ungerecht! Willkür entscheidet darüber, wer zum Bund
muss und wer nicht!
Demokratie erfordert Freiwilligkeit, keine Pflicht! Freiwilliges
Engagement fördert das Demokratieverständnis und ermöglicht
gesellschaftliche Teilhabe. Freiwilligendienste verhelfen jungen, wie
auch älteren Menschen zu sozialen Kompetenzen, die auch auf dem
Arbeitsmarkt gefragt sind. Daher muss die Förderung von Freiwilligem
Engagement, insbesondere in Form von Freiwilligendiensten, in den
Mittelpunkt der Diskussion gestellt werden.
Das Ziel muss daher lauten: Von der Pflicht zur Freiwilligkeit!
https://www.frieden-mitmachen.de/25/petition:_wehrpflicht_aussetzen,_freiwilligendienste_foerdern/
Weitere Informationen zur Kriegsdienstverweigerung und zur Wehrpflicht
unter:
http://www.dfg-vk.de
http://www.zentralstelle-kdv.de
http://www.asfrab.de
Weitere Materialien
- Die Kurzfassung der Petition:
http://www.petition-wehrpflicht.de/Kurzfassung.pdf
- Die Langfassung der Petition:
http://www.petition-wehrpflicht.de/Petition-Wehrpflicht.pdf
- Das Unterschriftenblatt zum Ausdrucken und Sammeln von
Unterstützungsunterschriften:
http://www.petition-wehrpflicht.de/Unterschriftenblatt.pdf
Die Homepage des Initiator der Petition: Marco Penz:
http://www.petition-wehrpflicht.de/index.htm
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Die Aktionsplattform
www.FRIEDEN-MITMACHEN.de geht auf eine Initiative
der DFG-VK zurück. Die Aktion gegen die Wehrpflicht wird unter anderem
auch durch die Zentralstelle für Recht und Schutz der
Kriegsdienstverweigerer und die Arbeitsstelle FRIEDEN und ABRÜSTUNG
unterstützt.
Kontakt: frieden-mitmachen@dfg-vk.de