zum Zwecke gemeinsamer Planung und Projektierung unserer ökosozialistischen Konferenz trafen sich am Samstag, 11.Juli 2009 zwölf Genossinnen und
Genossen (davon zwei Gäste) , die aus Arbeitsbereichen linker Zeitungsredaktionen, Institutionen und ökosozialistisch agierenden Organisationen, Initiativen und Handlungsfeldern
stammen.
Mit der Einladung zu diesem Termin wurde eine Vorlage (Autoren/UnterstützerInnen, vgl. Text „Zum Geleit“ in der Anlage) in Umlauf gebracht, durch
ein Redaktionsteam überarbeitet und geschlossen abgestimmt. Das Geleitwort zur offiziellen Einladung bezieht sich positiv auf die Ökosozialistische Erklärung von Belém und bringt
die antikapitalistische Stoßrichtung der Konferenz zum Ausdruck. Linke Zeitungsredaktionen sind herzlich eingeladen unsere Konferenz zu unterstützen und dies durch Mitzeichnung des
Geleittextes anzuzeigen.
Der Ablaufplan und der Termin der ‚Ökosozialistischen Konferenz Kassel’ wurde festgelegt.
Sie wird am Wochenende vom 13. März – 14. März 2010 in 4 Blöcken unterteilt stattfinden:
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Ökosozialistische Bestandsaufnahme
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Ökosozialistische Perspektiven
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Ökosozialistische Bewegung
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Ökosozialistische Abschlusserklärung
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Träger der Konferenz sind die Bildungsgemeinschaft SALZ e.V. und Kooperationspartner (Stiftung/en), die ab sofort angefragt werden.
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Mitveranstalter und Unterstützer werden Redaktionen linker Zeitungen und Zeitschriften sein (Bestätigungen liegen zum Teil bereits vor oder befinden sich
im Arbeitsgang).
Geeignete Räumlichkeiten werden von Kasseler SALZ-Mitgliedern besorgt.
Der Teilnahmebeitrag wird 25 Euro, der ermäßigte Beitrag (gegen Vorlage
entsprechender Bescheinigungen) 5 Euro betragen.
Vorträge und Diskussion werden im Plenum stattfinden; Arbeitsgruppen sind nicht vorgesehen.
Neben dem "ins Auge" gefaßten Konferenzraum wird Platz für Büchertische sein.
Zur Nachbereitung soll durch Zusammenarbeit der beteiligten Redaktionen
ein Konferenzreader erstellt werden.
Wenn das Wort Globalisierung überhaupt eine Bedeutung gewinnen kann,
dann die der heute erreichten Globalität kapitalistischer Destruktivität.Karl-Hermann Tjaden
Auch die herrschende Politik macht den Wandel des Klimas zum Thema. Sie bestreitet
jedoch den Zusammenhang zwischen kapitalistischer Produktions- und Lebensweise und den uns alle bedrohenden ökologischen Katastrophen. Während aber die Regierungskonferenzen tagen, macht die
NATO schon Nägel mit Köpfen: die zu erwartenden Flüchtlingsströme aus neuen Dürrezonen oder Überschwemmungsgebieten werden als Gefahr für die Stabilität Europas betrachtet und sollen
gegebenenfalls auch militärisch zurückgewiesen werden. Wie in einem Brennglas verdichten sich im Bereich der Ökologie die gesellschaftlichen Widersprüche auf internationaler Ebene: die
Interessen der herrschenden Klasse widersprechen den Gattungsinteressen. Die unmittelbar ökologischen Folgen des Klimawandels erzeugen somit auch massive globale
politisch-gesellschaftliche Folgen, denen man auch nur auf globaler Ebene begegnen kann. Es handelt sich um eine
Herausforderung für einen neuen Internationalismus
Das Ziel unserer Veranstaltung soll es sein, in der Kooperation von verschiedenen linken, anti-kapitalistischen, sozialistischen, kommunistischen
Strömungen, Bewegungen und Parteien konkrete Forderungen und Strategien zu entwickeln, um international gegen die fortgesetzte Zerstörung unserer Lebensgrundlagen und die kapitalistische
Aufrüstung, die mit Sozialabbau und Überwachungsstaat einhergeht, vorzugehen. Wir wollen gemeinsam nach Ansatzpunkten für eine internationale demokratische Zusammenarbeit suchen, wie sie etwa in
der Ökosozialistischen Erklärung von
Belém vorausgesetzt wird. Der technische Machbarkeitswahn der bürgerlichen Ideologen verkennt, dass es um gesellschaftliche Verhältnisse geht, die es zu
ändern gilt. Es ist erforderlich, ein weltweites Forderungsprogramm aus den sozialen und ökologischen Bewegungen, aus den Gewerkschaften und antikapitalistischen Organisationen zu
entwickeln.
Die soziale Dimension der ökologischen Krise
erfordert eine internationale Solidarität von unten, um die kapitalistische Globalisierung von oben zurückzudrängen. Diese Solidarität muss auf ein neues
Verhältnis von Ökonomie und Ökologie gerichtet sein, das allein mit dem Ende der verantwortungslosen, auf blinder Profitlogik beruhenden kapitalistischen Herrschaft über die Natur und die
Menschen erreicht werden kann. Dazu gehört ein neues Verständnis von Arbeit und Produktivität, welches das Verhältnis von Arbeiten und Leben und die Wirkungen von Erwerbsarbeit auf Gesundheit
und Wohlbefinden der Menschen berücksichtigt. Vielleicht übersteht der Kapitalismus die nächste ökologische Krise spricht dafür, dass der Kapitalismus auch eine schwere ökologische Krise
übersteht der Kapitalismus die nächste ökologische Krise – was aber kann die Linke hier und heute tun, um nicht die absehbare Katastrophe, sondern ein menschenwürdiges Leben im Einklang mit der
Natur anzusteuern? Wie lässt sich die Herausforderung für einen neuen Internationalismus praktisch-politisch aufgreifen und umsetzen?
Um von vornherein den Eindruck eines Organisationen-Bündnisses zu vermeiden, betonen wir hiermit, dass es uns um ein konstruktives
Zusammenwirken von Menschen aus unterschiedlichen Richtungen der antikapitalistischen Linken geht.
Dr. Klaus Engert (Redaktion Avanti), Sebastian Gerhard (SALZ e.V. – Vorstandsmitglied, Redaktion Lunapark 21), Martin
Gertenbach (SALZ e.V. – Landesbildungsbeauftragter Süd, SALZ BK Ökosozialismus), Thomas Goes (SALZ e.V. – Bildungskreis Ökosozialismus, Sozialwissenschaftler), Dr.
Manuel Kellner (SALZ e.V. – Vorstandsmitglied, Politologe), Dr. Bruno Kern (Initiative Ökosozialismus), Angela Klein (SALZ e.V. – Vorsitzende, Redaktion
SoZ – Sozialistische Zeitung), Prof. Dr. Ekkehard Lieberam (SALZ e.V., Wissenschaftliches Beiratsmitglied, Redaktion Marxistisches Forum Sachsen), Wolfgang Meyer (SALZ e.V. –
Bildungskreis Bremen, SALZ BK Ökosozialismus), Dr. Ingo Nentwig (SALZ e.V., Wissenschaftliches Beiratsmitglied, Sinologe), Hans Gerd Öfinger (freier Journalist) , Dr.
Michael Rieger (SALZ e.V. – Literaturwissenschaftler, SALZ Bildungskreis Ökosozialismus), Peter Schüren (SALZ e.V. – Geschäftsführer, SALZ Bildungskreis Ökosozialismus,
Soziologe) , Sascha Stanicic SALZ e.V. – Mitglied, Redaktion www.sozialismus.info ) , Dr. Robert Steigerwald (SALZ e.V., Wissenschaftliches Beiratsmitglied, Redaktion Marxistische Blätter)
Ökosozialistische Konferenz Kassel
Ablaufplan
Samstag, 13.03.2010
Beginn 10:00 Uhr: Begrüßung der TagungsteilnehmerInnen / Organisatorisches
- Zur Konferenzeröffnung: Grußwort von Karl Hermann Tjaden, Dr., Prof. em.
für Politische Ökonomie und Wirtschaftssoziologie an der Universität Kassel
Block 1
Bestandsaufnahme
Moderation: Dr. Ingo Nentwig, Wissenschaftliches Beiratsmitglied SALZ e.V. / Martin Gertenbach, SALZ Bildungskreis Ökosozialismus
.
10:20 - 10:50 Uhr: Die internationale Situation aus ökologischer
Perspektive
- Referent: Dr. Bruno Kern, Daer: 30 Minuten
1.2.
10:50 - 11:20 Uhr: Die Umwelt- und Klimakrise als Teil der
Weltwirtschaftskrise - Referent: Dr. Winfried Wolf, Wiss.
Beirat von attac + SALZ, Dauer 30 Minuten
11:30 - 11:45 Kleine Pause, Dauer: 15 Minuten
11:45 - 13:00 Uhr: Diskussion
- Dauer: 75 Minuten
1.4.
13:00 - 13:30 Uhr: Referenten – Schlusswort (max. 30 Minuten)
13:30 - 15:00 Uhr: Mittagspause, Dauer: 1 ½ Stunden
Perspektiven
Moderation: Angela Klein (Redaktion SoZ) / Dr. Jürgen Klippert
2.1.
15:00 - 15:20 Uhr: Internationale Dimension und ökologische Perspektive aus der Sicht Chinas
- ReferentIn: Dr. Eva Sternfeld, Dauer: 20 Minuten
2.2.
15:20 - 15:40 Uhr: Gibt es eine ökologische Planwirtschaft
- Referent: Dr. Klaus Engert, Dauer: 20 Minuten
2.3.
15:40 - 16:00 Uhr: Ökologie und Neuordnung der Produktionsweise
Referent: Prof. h.c. Dr. phil. Frieder Otto Wolf (Zusage, auch verwandtes Thema), Dauer: 20 Minuten
16:00 - 16:15 Uhr: Kleine Pause, Dauer: 15 Minuten
2.4.
16:15 - 17:30 Uhr: Diskussion
Dauer: 75 Minuten
2.5.
17:30 - 18:00 Uhr: ReferentInnen – Schlusswort (je 7 Minuten),
Dauer max. 30 Minuten
18:00 - 18:05: kurze Pause (Präsidiumsumbesetzung durch die SprecherInnen der Grußworte)
Organisatorische Ansagen sowie
Grußworte und ergänzende Kurzbeiträge (angemeldet)
G.1.
18:05 - 18:15 Uhr: Das Projekt „Computer nach Kuba!“ – solidarisch, nachhaltig und effektiv?
Grußwort/Beitrag: Dr. Volkmar Vogel, Redaktion „Mitteilungen der Kommunistischen Plattform der Partei DIE
LINKE“
18:15 - 18:25 Uhr: Fragen und Antworten
Schluss des ersten Konferenztages max. 18:40
Uhr
Wir weisen darauf hin, das im direkten Anschluss die Jahreshauptversammlung 2010 der Bildungsgemeinschaft Soziales, Arbeit, Leben & Zukunft
(SALZ) e.V., Teil 1 stattfindet.
Samstag, 14.03.2010 19:00 – 21:00 Uhr
Ort wird rechtzeitig bekannt gegeben. Ergebnisorientiertes „plaudern“ in gemütlicher Runde über / mit:
- Vorstellung unserer KooperationspartnerInnen
- SALZ Bildungskreis Ökosozialismus – Perspektiven & Ziele
- Möglichkeiten politischer ArbeiterInnenbildung
- Rückblick SALZ Sommerwoche 2009 & Ausblick SALZ Sommerwoche 2010
- Politische Bildung, Zahlen, Daten, Fakten zum abgelaufenen Geschäftsjahr
- Ergebniszusammenfassung: Perspektiven & Ziele von SALZ
21:00 Uhr Linke Kneipe: Ort wird noch bekanntgegeben
Ablaufplan
Ökosozialistische Konferenz, Sonntag 14.03.2010
Block 3
Bewegung
Moderation: Dr. Michael Rieger (Literaturwissenschaftler) / Heiner Möllers (BI „Kein Atommüll in Ahaus“ e.V.)
3.1.
10:10 - 10:30 Uhr: Kampf der Fischer gegen die Verseuchung der Bucht von Sepetiba in Rio de Janeiro durch ein Stahlwerk von
Thyssen-Krupp
- ReferentIn: Vertreter der lokalen Bürger-Initiative, Dauer 20 Minuten
3.2.
10:30 - 10:45 Uhr: Jahrzehntelange Erfahrungen aus dem Wendland: Kampf gegen
Castortransporte
- ReferentIn: N.N., Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.(angefragt). Dauer 15 Minuten
3.3.
10:45 - 11:05 Uhr: Widerstand gegen neue Kohlekraftwerke
- ReferentIn: Dauer 15 Minuten
3.4.
11:05 - 11:20 Uhr: Verteidigung und Ausbau des Schienenverkehrs als Rückgrat für
eines ökologischen und sozialen Verkehrssystems der Zukunft
- ReferentIn: Hans Gerd Öfinger (Zusage), Dauer 15 Minuten
11:20 - 11:35 Uhr: Kleine Pause, Dauer 15
Minuten
3.5.
11:35 - 12:50 Uhr: Diskussion, Dauer: 75
Minuten
3.6.
12:50 - 13:20 Uhr: ReferentInnen – Schlusswort (je 7 Minuten), Dauer max. 30
Minuten
13:20 - 14:00 Uhr: Mittagspause, Dauer 40 Minuten
Block 4 14:30 - 14:40 Uhr:
Klima - Ökosozialistische Erklärung - Arbeit
Moderation: Frauke Banse (Uni Kassel) / Thomas Goes (Sozialwissenschaftler)
Abschlusserklärung der
Redaktionsgruppe ‚Ökosozialistische Konferenz’
14:00 - 14:30 Uhr: Erläuterungen (je 10 Minuten)
4.1.
Klimapolitische Schlussfolgerungen
- ReferentIn: N.N.
4.2.
Die ökosozialistische Erklärung von Belém
- ReferentIn: Koautor ökosozialistische Erklärung von Belém
- alternativ, Referent: Dr. Manuel Kellner (Redaktionsgruppe)
4.3.
Arbeitsqualität und neuer Arbeitsbegriff
- Referent: Dr. Jürgen Klippert
4.4.
14:40 - 15:40 Uhr: Diskussion, Dauer: 60 Minuten
4.5.
15:40 - 16:00 Uhr: Zusammenfassung, verlesen und Verabschiedung der Abschlusserklärung
Moderation: Dr. Michael Rieger (Literaturwissenschaftler)
- Schlusswort: Peter Schüren (Soziologe – SALZ Bildungskreis Ökosozialismus)
16:00 - 16:10 Uhr: Kleine Pause, Dauer 10 Minuten
Wir weisen darauf hin, das im direkten Anschluss die Jahreshauptversammlung 2010 der Bildungsgemeinschaft Soziales, Arbeit, Leben
& Zukunft (SALZ) e.V. stattfindet.
16:10 - 18:10 Uhr: Jahreshauptversammlung der Bildungsgemeinschaft SALZ e.V., Teil II.
1.
Begrüßung & Formalia
- Eröffnung
2.
Ergebnisse und ableitbare Ziele aus der Diskussion des Vortags (Teil 1 der SALZ JHV) sowie der
Konferenz
- Kurzbericht !
3.
Inhaltliche & finanzielle Abrechnung des alten Geschäftsjahre
- Fortsetzung, vgl. Teil 1 (Vortag)
3.1.
Bericht der Kassenprüfung
- Ausführung: Peter Sacher / Dauer, 15 Minuten
3.2.
-
Entlastung
4.
Beschlussfassung: Schwerpunkte für die zukünftige politische Bildungsarbeit von SALZ e.V.,
SALZ Sommerwoche, Konferenz – Thema & Termine
- Fortsetzung, vgl. Teil 1 (Vortag)
- Moderation: N.N.,
Tagungsende: 18:10 Uhr: Falls erforderlich, Fortsetzungstermin
Mit solidarischen & freundlichen Grüßen
Michael Rieger / Peter
Schüren
Kleine Pause, Dauer 10 Minuten
1.3.