Selten hat unsereins die Zeit und Gelegenheit, das gesamte Gerüst marxistischer Gesellschaftsanalyse aufzudröseln und die darin steckende tiefe allgemeinmenschliche Vernunft darzustellen.
Die meisten Menschen sehen ja auch nicht auf das Ganze, sondern auf die Stücken, die sie jeweils am meisten berühren. Da kann es schon einmal so aussehen, dass sich dreie, die eigentlich Gleiches
meinen, aneinander vorbei bewegen - und jeder für sich mit bedeutungsarmen Teilerfolgen (wenn überhaupt) zufrieden sein muss.
Der neueste Trend, theoretisch kaum beackert, ist etwas, worauf die "Piraten" gestoßen sind: Das, was Marxisten "Produktivkräfte" nennen, ist an einigen Stellen bereits in Bereiche vorgestoßen,
deren natürliche Entsprechung in den Verkehrsverhältnissen der Kommunismus wäre, nein, eigentlich ist. Dies trifft zweifelsfrei auf alle "Werte" zu, die, sobald sie existieren, ohne
Eigenverbrauch de ganzen Menschheit zur Verfügung stehen (können). Dies ist im weitesten Sinne jede Software und dies ist alles, was erst dadurch, das es in einer staatlich abgesicherten Weise
"lizensiert" wurde, eine Ware geworden ist bzw. geworden sein kann.
Also zwei Beispiele: Ein aufgezogenes Schaf lebt einmal. Hat man es zum Lammbraten verarbeitet, ist es verbraucht. Hat man es geschoren, muss man warten, bis die Wolle nachgewachsen ist. Das gilt
für jedes Schaf weltweit.
Etwas Anderes ist ein bestimmtes Verfahren zur Wollherstellung: Einmal vorhanden könnte es weltweit genutzt werden, ohne dass das Verfahren sich "abnutzt".
Oder solange ein Musiktitel nur dadurch vervielfältigt werden konnte, dass der Tonträger (z. B. Schallplatte), auf dem er seinen materiellen Boden hatte, vervielfältigt und gekauft
werden konnte (und musste), war er kraft der jeweiligen Einmaligkeit jedes einzelnen Tonträgers für sich, ein normales Glied einer Warenwirtschaft. Heute aber ist der Musiktitel vom Tonträger
unabhängig "herunterzuladen". Es ist ein allgemein jedem Interessierten ohne Selbstvebrauch zugängiges Gut, das erst durch staatliche Zwangsintervention zu einer Ware gemacht wird.
In einem "natürlichen" Prozess wäre alle Musikproduktion bereits in kommunistischen Verhältnissen angekommen - worunter die sich in einem privatkapitalistischen "Koordinatensystem" bewegenden
"Musikproduzenten" "leiden".
Ist es nicht, verdammt noch mal, UNSERE Pflicht, diesen Zusammenhang aufzuzeigen und seine Allgemeingültigkeit aufzudecken?! Dass hier mit Notwendigkeit der "Kapitalismus" ganz normalen
Lebensansprüchen entgegen steht?
Sozialismusse gibt es inzwischen unüberschaubar viele Modelle, die der Normalmensch kaum auseinander zu halten vermag. Die Kapitalismusapologeten haben es sogar unter aktiver Mithilfe pervertierter
Gegner (Pol Pot) geschafft, den Begriff "Kommunismus" so weit aus dem Denkhorizont des für uns interessanten Normalmenschen zu vertreiben, dass er keine Zugkraft besitzt und auf absehbare Zeit auch
nicht besitzen wird.
Also heißt die "Frontlinie", hinter der es sich zu sammeln gilt, "Alternativen" zum "Kapitalismus" als sowohl machbar als auch notwendig fassabr zu machen. Vielleicht muss sich dafür erst wieder
ein neuer Name einbürgern. Ich hätte z. B. nichts gegen "solidarische Gesellschaft", denn eine Gesellschaftsordnung, die auf der Vermehrung privater (wirtschaftlicher, aber nicht nur
wirtschaftlicher) Macht beruht, kann von vornherein nicht solidarisch sein...