Wenn Gregor Gysi gut klingt ...

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.Als ich auf ein Gysi-Posting hingewiesen wurde, hatten es schon mehr als 4500 Facebookies gut gefunden:

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Die USA wollen ihre Atomwaffen in Deutschland modernisieren, das heißt noch gefährlicher, noch einsatzbereiter machen. Union und SPD sind gefordert, im Koalitionsvertrag aufzunehmen, dass die Atomwaffen der USA unverzüglich abzuziehen sind. Wir brauchen die Atomwaffen nicht. Wir müssen den USA endlich zeigen, dass wir ein souveräner Staat sind. Das Duckmäusertum gegenüber den USA muss ein für alle Mal beendet werden.

 

.Mir fiel allerdings ein, dass wenn man wo steht und etwas beurteilt mit "Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus", man darüber nachdenken sollte, ob man nicht besser keine Krähe ist.

Was heißt Duckmäusertum, was souveräner Staat? Es ist doch ein allgemein-menschliches Problem: Die Atomkraft ist unter KEINEN Umständen zu 100,0 % zu beherrschen. Militärisch gedacht, ist die Beherrschung sogar unerwünscht. Es trifft immer auch absolut Unbeteiligte.

Ein "souveränerer Staat" in Gysis Sinn könnte Deutschland durch umgehenden Austritt aus der Nato werden, ein "souveräner" erst dann, wenn das Hauptziel seiner Wirtschaftselite nicht mehr der Kampf um maximale Weltprofite sein muss. Für diesen Kampf gibt es nämlich zwei Strategien: Die eine ist als "großer Zweiter" im Schatten des Größten aufzuschnappen, was dem aus dem Maul gefallen ist - Merkelismus eben - oder dagegen aufzutreten - dafür muss man aber stark sein und geeignete Bündnispartner haben. Aber "Raus aus der Nato" schreckt auch Herrn Gysi ...oder? 

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